Traumatherapie in Winterthur
Erlebnisse die einen traumatischen Hintergrund hinterlassen, können uns prägen und unser Verhalten, Denken und Fühlen verändern. Und es kann ein Zeitpunkt kommen, an dem sich dies unangenehm oder schmerzhaft anfühlt und wir dies ändern möchten.
Bei mir in der Praxis erlebst Du einfühlsame Begleitung, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und neue Kraft zu gewinnen. Für Dein Leben, Dein Sein, für Deine Fähigkeiten und Dein Potenzial.
Gerne begleite ich Dich auf diesem Weg.
Das Trauma-Missverständnis
«Eines der grundsätzlichen Missverständnisse ist, dass Trauma das Ereignis ist, welches in der Vergangenheit stattgefunden hat.
Das ist nicht wirklich der Fall – das Ereignis ist vorbei.
Das Trauma ist nicht das Ereignis. Das Trauma ist, dass dein Körper nicht weiss, dass es vorbei ist und weiterhin nach Anzeichen der Bedrohung von damals Ausschau hält, vor denen er dich schützen muss.»
Traumatherapie kann helfen, …
wenn ein schockartiges Ereignis stattgefunden hat
wenn Kindheit & Jugend von wiederkehrenden belastenden Ereignissen geprägt waren
wenn eine prägende Trennung von der Mutter oder wichtigsten Bezugsperson stattgefunden hat
wenn du dich fremd (in der Welt) fühlst
wenn Schuld, Scham oder Minderwert dich plagen
wenn Beziehungen nicht gelingen wollen, du geliebte Menschen wegstösst oder von ihnen abhängig bist
wenn Rückzug und alleine sein für dich notwendig sind und du das vielleicht gar nicht möchtest
wenn dich depressive Verstimmungen begleiten
wenn Leistung für den Selbstwert notwendig ist – bis zum Burn-out
wenn du dich zurücknimmst und Gefühle und Wünsche nicht zeigen kannst
wenn Ängste dich quälen
wenn Emotionen nicht spürbar sind oder plötzlich überschiessen
wenn körperliche Beschwerden ohne medizinische Ursache bestehen
wenn Anspannung, Schmerzen, chronische Beschwerden dich begleiten
wenn du spürst: «Da ist noch mehr. Ich kann noch mehr.» Aber den Zugang zu deinem Potenzial nicht findest.
Was ist ein Trauma?
Trauma ist keine „Schwäche“, sondern eine Reaktion des Nervensystems auf ein einzelnes oder wiederkehrende Erlebnisse, das zu viel, zu intensiv oder überfordernd war. Dein Körper hat in diesem Moment entschieden, dass Überleben wichtiger war als Verstehen oder Fühlen. Das ist ein Schutzmechanismus, kein Fehler.
Trauma ist auch nicht das Ereignis selbst, sondern dazu wird es, wenn die individuelle psychische Bewältigungsfähigkeit überfordert und körpereigene, sinnvolle Schutzmechanismen aktiviert werden. Gefühle von Überwältigung, Hilflosigkeit und Ohnmacht, Verdrängung, Gefühlslosigkeit und Dinge nicht wahrnehmen, können Folgen sein.
Trauma bedeutet: Das Nervensystem konnte Erlebtes nicht verarbeiten und hat das Ganze oder Teile davon in einer «neuronalen Box» abgekappselt. Es wurde «verdrängt» und blieb „stecken“, weil in dem Moment Überleben wichtiger war als Verarbeiten.
Das Ereignis selbst kann sichtbar belastend sein:
- ein Hundebiss, ein Unfall, Operationen, schwere Krankheiten, der Verlust eines nahen Menschen, Vernachlässigung in der Kindheit, Naturkatastrophen oder Gewalterfahrung.
Oder unsichtbar belastend (häufiger):
- Emotionaler Missbrauch, Wortgewalt, Vernachlässigung, Liebesentzug und Bindungsbrüche, chronischer Stress in der Kindheit.
Aber auch das Miterleben von Gewalt im Beruf oder im Fernsehen kann einen «traumatischen Hintergrund» hinterlassen.
Woran erkennt man ein Trauma?
Vielleicht hast du nicht das Gefühl, etwas Schlimmes erlebt zu haben. Vor allem bei «unsichtbaren Ereignissen» empfindet man Geschehenes oft als normal – und trotzdem zeigt dein Körper Stresszeichen. Aber auch die werden womöglich als «normal» erlebt.
Typische Hinweise können sein:
- innere Unruhe oder ständige Anspannung
- Schlafprobleme, schnelle Erschöpfung
- Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit
- Druck oder Enge im Körper
- Gefühle von Taubheit oder Überwältigung
- Flashbacks oder belastende Erinnerungen
- Schwierigkeiten, Nähe oder Vertrauen zuzulassen
- ein starker innerer Kritiker, Scham oder Schuld
Das sind keine „Charakterschwächen“. Das ist ein Nervensystem, das noch im Schutzmodus arbeitet.
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Wie entsteht ein Trauma?
Dein Körper hat damals gespürt: „Ich bin nicht sicher.“ Und die Erfahrung(en) die du gemacht hast, haben dein Nervensystem damals veranlasst, Schutzmassnahmen zu ergreifen:
- Gefahr oder Überforderung (unbewusste Anteile)
- Schutzreaktion (Fight, Flight, Freeze, Fawn = kämpfen, fliehen, erstarren, anpassen)
- Nicht abgeschlossene Stressreaktionen (zeigen sich in Symptomen)
- Erinnerungen und Gefühle lagern sich unverarbeitet ab (Fragmentierung)
Die Stressenergie konnte nicht vollständig verarbeitet werden («neuronale Box», s.o.) und so bleibt sie im Nervensystem gespeichert und taucht später in Form von Symptomen, Gefühlen, Körperreaktionen und Verhalten wieder auf. Es ist nicht das Ereignis allein, das Trauma auslöst, sondern das fehlende Gefühl von Sicherheit und Unterstützung während oder nach dem Ereignis. Gefühle von Einsamkeit oder Hilflosigkeit können das Empfinden von damals sein. Und Chronische Beschwerden können damalige Körperreaktionen sein, welche kaum aufgehört oder bei einem Trigger reinszeniert werden.
Und Sätze wie „Andere haben Schlimmeres erlebt“ sind unpassend. Entscheidend ist, wie dein Körper es erlebt hat – nicht der Vergleich.
«Traumasensibilität bedeutet, mit dem sein zu dürfen was man ist und erlebt hat – selbstbewusst, richtig und im Bewusstsein der gewonnenen Wertigkeit.
Mit dem eigenen reichen und wertvollen Erfahrungsschatz von Schmerz und Freude.
Die Menschen, die ihren Schmerz erkannt und angenommen haben, bringen Heilung und Zuversicht zu sich selbst und in die Welt.»
Trauma lebt im Körper
Trauma ist nicht nur eine Erinnerung im Kopf. Es ist eine im Körper gespeicherte Erfahrung:
- angespannte Muskeln
- flacher Atem
- schneller Herzschlag
- ständiges „auf der Hut sein“
… sind Zeichen, dass der Körper noch im Alten verharrt und versucht, sich zu schützen. Deshalb kann man Trauma nicht einfach wegdenken oder sich vornehmen – «das nächste Mal mache ich es anders.» Schutzerfahrungen sind im Körper gespeichert, unterbewusst und unbewusst. Und dort lassen sie sich finden und bearbeiten, ohne nochmals in das Geschehen eintauchen zu müssen.
Heilung geschieht über verschiedene Ebenen: Über Lernen und Verstehen und über das Nervensystem und den Körper – z. B. durch Regulation, Sicherheit, Beziehung und behutsame Verarbeitung.
Was ist eine Traumatherapie?
Im Körper gespeicherte (geprägte) Erfahrungen sind nicht nur dort. Sie spiegeln sich in den Gedanken, Gefühlen und Im Verhalten.
- Du hast Trennungsangst und bist Eifersüchtig
- In Gedanken erwartest Du Angriff, Kritik oder Ungemach
- Gegenüber neuen Bekanntschaften bist Du zu offenherzig und schämst Dich danach dafür
- Traurigkeit ist ein steter Begleiter
- Es denkt auf dieselbe Weise, wie Du früher kritisiert wurdest
- Du hast Verdauungs-, Verspannungs- oder strukturelle Beschwerden
Das bist nicht Du – das ist die Prägung die jetzt oder über eine lange Zeit reinszeniert wird.
Traumatherapie schafft die Möglichkeit, diese Prägungen zu erkennen, zuzuordnen und bewusst zu werden und das Trauma zu verarbeiten. Über Behandlungsmethoden, wie z.B. EMDR, öffnet sie Türen und regt Körper und Nervensystem an, die Verarbeitung in sanften Schritten einzuleiten. Die Integration kann beginnen, das Belastende muss nicht mehr als solches empfunden werden.
Trauma Behandlung
Traumasensible Behandlung bedeutet nicht, sofort in die Vergangenheit einzutauchen
Es bedeutet nicht, die Vergangenheit analysieren zu müssen
Traumatherapie bringt nicht „kaputte Teile in Ordnung“,
…sondern hilft dem Nervensystem, dem Körper und dem Unterbewusstsein, das Geschehen einzuordnen, zu integrieren und wieder Ruhe zu finden.
Traumasensibilität bedeutet, langsam und Schritt für Schritt zu lernen, sich im Hier und Jetzt sicher fühlen zu können. Sich sanft dem inneren Erleben anzunähern. Dem Körper, als Wissensschatz des eigenen Erlebens und der individuellen Lösungswege, Wahrnehmung und Achtsamkeit zu schenken.
Traumasensibilität bedeutet, sich und seine Schutzreaktionen zu kennen. Es bedeutet, Schritte zur Selbstwahrnehmung zu machen, das eigene Fühlen, die Reaktionen und das Verhalten besser kennenzulernen. Um Selbstkenntnis zu entwickeln, um Ohnmacht gegen Wissen um Selbstfürsorge und Selbstsicherheit zu ersetzen.
Traumasensibilität bedeutet, deine eigene Persönlichkeit voller Ressourcen anzunehmen. Dir zu erlauben, damit sein zu dürfen. Heute mit dem umgehen zu können, was früher inakzeptabel war.